Archiv der Kategorie 'Philosophisch'

27. August 2010Glück und Liebe

Einfach jede Liebe, die man finden kann und empfinden, einfach jedes Glück, das man irgendwo erhaschen kann oder verbreiten; jedes noch so vorübergehende Quäntchen Gnade: Hauptsache, es funktioniert!

Whatever Works

6. March 2010Die Zeittotschlagmaschine

Dies hier kam eben über das ICQ hereingezwitschert:

bin halt nich son spießer wie du, der irgendwelche bücher liest, obwohl er nich im zug sitzt ^^

Schlimm, wenn Kultur und Intelligenz als spießig, wenn Bücher als pures Werkzeug zum Totschlagen der Zeit aufgefasst werden, wenn Musik als etwas gilt, das die Leere im Kopf übertönen kann. Schrecklich, wenn Geist, Wissen, Träume und Gefühle zum puren Zeitfüllprogramm verkommen.

Grauenhaft, wenn dann das größte Problem des Alltags darin besteht, irgendwie die Zeit herum zu bekommen, wenn man Fernsehen schauen und Bücher lesen  muss, weil man sonst nichts mit sich anzufangen weiß; ja, wenn der Mensch zur Zeittotschlagmaschine wird.

2. January 2010Diskutieren

Die wenigsten Leute mögen richtige Diskussion. Die wenigsten mögen es, die Themen richtig auszuschlachten, bis sie ins kleinste Organ, bis zur kleinsten Sehne zerlegt und in einer riesigen Blutlache vor ihnen ausgestreckt liegen.

Die meisten zieren sich ja schon davor, auch nur das Fell des Themas anzurühren…

2. January 2010Wortspiele

Was ich am Wortspiel mag, ist weniger das Wort, das sich als Produkt des ganzen schließlich auf’s Papier geschmiert wiederfindet; vielmehr ist es das Spiel an sich, das Spinnen, und die Idee, die dahintersteht.

Wie bei einem Ball: was Spaß macht, ist nicht der Ball als solcher, sonder das Spiel mit ihm. Wer den Ball nicht spielt, wird ihn nicht mögen…

14. November 2008Wen liebst Du mehr?

Der größte Fehler ist wohl zu versuchen, dem Anderen gerecht zu werden: ihm hinterher zu rennen, zu versuchen, seinen Anforderungen, Ansprüchen genügen zu können. Und das nun sei hier nicht einfach so dahergesagt.

Woher kommt dieser Wunsch, sich nach anderen richten zu wollen? Der Grund mag sein: Angst. Angst, nicht ohne denjenigen leben, auskommen zu können. Oder auch nur: nicht so glücklich ohne ihn zu sein — jedenfalls: ihn zu brauchen.

Man macht sich abhängig von ihm.

Und damit ist auch nicht die Liebe (oder, wem im Falle eines Freundes jenes Wort nicht passt: die Zuneigung, oder Sympathie) zu ihm der Auslöser für die Wünsche, ihm zu genügen — sondern die Liebe zu Dir selbst. Du versuchst, glücklich zu werden, in dem du ihm genügst. Deine Ziele magst du erreichen, indem du ihm gerecht zu werden versuchst.

Selbstliebe statt Liebe zu einem Anderen.

(Sie lasen: Gedanken während der Lektüre von Coelho’s “Der Zahir”.)