13. November 2011stumm
Ein Gedicht im Oktober 2011. - weiter lesen -
Ein Gedicht im Oktober 2011. - weiter lesen -
Gemeinsam aber
ist allen Menschen, die des guten Willens sind, dieses:
daß unsere Werke uns am Ende beschämen,
daß wir immer wieder von vorn beginnen müssen,
daß das Opfer immer neu gebracht werden muß.
Hermann Hesse
Manchmal denk’ ich an die Zeit
denk’, wie glücklich wir gelebt
Manchmal denk’ ich, es wär’ Zeit
dass einer mal die Zeit rückdreht
Manchmal denk’ ich was gewesen
und wein’ dem Glücke hinterher
Manchmal denk’ ich wie’s gewesen
und denk’, ich möchte nimmermehr
Manchmal möcht’ ich nimmermehr
denken was gewesen
Möcht’ vergessen all die Zeit
dass nur die Zukunft mir noch bleibt
denn die kann keiner lesen.
Es folgt eine freie Übersetzung einer Stelle bei Molière, “La Malade Imaginaire”, aus dem 3. Zwischenspiel. (Nietzsche hat mich darauf gebracht.) - weiter lesen -
Mein Liebchen, wer darf sagen:
Ich glaub an Gott?
Magst Priester oder Weise fragen,
Und ihre Antwort scheint nur Spott
Über den Frager zu sein. …Wer darf ihn nennen?
Und wer bekennen: Ich glaub ihn.
Wer empfinden,
Und sich unterwinden
Zu sagen: ich glaub ihn nicht?Der Allumfasser,
Der Allerhalter,
Fasst und erhält er nicht
Dich, mich, sich selbst?Wölbt sich der Himmel nicht dadroben?
Liegt die Ere nicht hierunten fest? …
Und drängt nicht alles
Nach Haupt und Herzen dir,
Und webt in ewigem Geheimnis
Unsichtbar sichtbar neben dir?Erfüll davon dein Herz, so groß es ist,
Und wenn du ganz in dem Gefühle selig bist,
Nenn es dann, wie du willst,
Nenn’s Glück! Herz! Liebe! Gott!Ich habe keinen Namen
Dafür! Gefühl ist alles;
Name ist Schall und Rauch …
( Faust, Vers 3427 ff. )