18. June 2008Von der ewigen Suche
Eine Parabel, geschrieben am 07. März 2006. - weiter lesen -
Eine Parabel, geschrieben am 07. März 2006. - weiter lesen -
Der Mord im Hotelzimmer. Wie klischeehaft einem dies doch angesichts einer Nacht in eben solch einer Räumlichkeit erscheint. Wie…. möglich.
Nur eine Spur Verfolgungswahn, und man sieht es vor sich, wie im Film: Den schlechten Krimi im Fernseher abschalten. Das Fenster öffnen, durch das er dich beobachtet. Die Tür verschlißen, durch die er (mittels Generalschlüssel; der Mörder ist schließlich immer der Gärtner) kommen wird. Dein müdes Gesicht im Spiegel beobachten, beim Zähneputzen - neben der Dusche, in der du liegen wirst. Die abgepackte Seifenportion.
Das Handy ins Ladegerät stecken, mit dessen Kabel er dich erdrosseln wird.
Hinlegen, Licht aus.
Gut’ Nacht.
(geschrieben am: 23.09.2007)
Es folgt eine freie Übersetzung einer Stelle bei Molière, “La Malade Imaginaire”, aus dem 3. Zwischenspiel. (Nietzsche hat mich darauf gebracht.) - weiter lesen -
Da, im Licht der einsam das Schwarz erhellenden Laterne ein Schatten - mag es ein Baum sein, so sieht es doch aus wie eine große Gestalt im langen dunklen Umhang, die mit gesenktem Haupt und das Gesicht zur Laterne hin halb im Kegel des Lichts verharrt, sei es die Umgebung zu beobachten, sei es, auf die Dame zu warten - jene im roten Kleid…
Jenes Mädchen aber war jemand der sich förmlich in sein Buch verkroch, wie eine Katze, sich in den Korb kuschelnd, versinkt sie in dem in dünner Pappe gebundenem Stück Literatur, die blonden Haare das Buch zärtlich streichelnd; der gelbe Schal, der ihren Hals umschmiegt und sich dick über den schwarzen Pullover legt erzeugt ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit…