Monatsarchiv für March 2008

27. March 2008Mord im Hotelzimmer

Der Mord im Hotelzimmer. Wie klischeehaft einem dies doch angesichts einer Nacht in eben solch einer Räumlichkeit erscheint. Wie…. möglich.

Nur eine Spur Verfolgungswahn, und man sieht es vor sich, wie im Film: Den schlechten Krimi im Fernseher abschalten. Das Fenster öffnen, durch das er dich beobachtet. Die Tür verschlißen, durch die er (mittels Generalschlüssel; der Mörder ist schließlich immer der Gärtner) kommen wird. Dein müdes Gesicht im Spiegel beobachten, beim Zähneputzen - neben der Dusche, in der du liegen wirst. Die abgepackte Seifenportion.

Das Handy ins Ladegerät stecken, mit dessen Kabel er dich erdrosseln wird.

Hinlegen, Licht aus.

Gut’ Nacht.

(geschrieben am: 23.09.2007)

11. March 2008Von den Errungenschaften der modernen Zivilisation

Oh, sicherlich! Es könnte viel schlimmer sein, viel folgenreicher, fataler, kolossaler. Lebensbedrohlicher. Mir persönlich reicht’s so schon vollkommen.

Mit gepackten Koffern sitze ich hier, in der Fehlannahme die Züge führen stündlich, am Geraer Hauptbahnhof und warte auf den nur zwei-stündlich fahrenden Zug; den letzten (laut Internetfahrplan recherchiert) verschmähte ich zugunsten des Kehrens und des Blumengießens.

Aber, nicht verzagen! Auch in solch einer kolossalen Notsituation bietet uns unsere moderne Zivilisation Errungenschaften, die jede Niederlage zu einem Sieg erstrahlen lassen. In meinem Fall: die original Knusperflocken aus dem Bahnsteigssüßigkeitenautomaten. Glückwunsch!

(Geschrieben am: 24.06.2007)

Haben, als hätte man nicht.

1 Kor 7, 29-31